Kirchensteuern sind Privatausgaben

Steuerrecht darf kein Dschungel bleiben

Hohenlimburg. (wp) Steuerberater Jürgen Ortmüller, Mitglied der "Baden-Badener Unternehmergespräche", einer Institution für den deutschen Unternehmernachwuchs, erhielt jetzt in Berlin als einer der ersten Steuerexperten die Gelegenheit, mit dem neu gewählten Fraktionsvizevorsitzenden und Finanzexperten der CDU, Dr. Michael Meister, über die von der CDU/CSU geplante große Steuerreform zu sprechen.

Ortmüller soll auf Vorschlag von Laurenz Meyer, Generalsekretär der CDU, die Fachgremien in der Parteizentrale im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin unterstützen. Die Parteivorsitzende Angela Merkel übermittelte dem Hohenlimburger Steuerberater ihren Dank für seine Unterstützung....

Ortmüller legte der Union sein eigenes Konzept vor, welches bereits im August das Interesse der Unions-Parteispitze fand....

Privatausgaben wie Spenden (auch an politische Parteien), außergewöhnliche Belastungen und Kirchensteuern gehören nach Ortmüllers Vorstellungen in den nichtabzugsfähigen Privatbereich und würden durch niedrigere Steuersätze in einem teilprogressiven Staffeltarif von 15 Prozent bis 35 Prozent, einem Eingangsfreibetrag für jeden Ehegatten von 8000 Euro (Kinder bis zur Ausbildung 4000 Euro - ab Ausbildungsbeginn ebenfalls 8000 Euro) und durch ein allgemein zu erhöhendes Kindergeld ausgeglichen.

Westfalenpost 3.11.2004