Johannes Heinrichs, Revolution der Demokratie,
MAAS Verlag, Berlin, 444 Seiten

Den Autor bewegt die Frage: Wie müssen Verfassungen aussehen, die der Grundidee von Demokratie gerecht werden können? S. 70
Empirische Soziologie und Sozialphilosophie haben unterschiedliche methodische Zugänge und Anforderungen: mehr deskriptive beziehungsweise stärker normative Definitionen. Für den Autor stellt sich die Frage nach Demokratie nicht bloß als eine pragmatische Frage nach der Staatsorganisation, sie betrifft vielmehr die Grundfragen des Menschenbildes und der Vergesellschaftung überhaupt. Demokratie bedeutet für Heinrichs die Staatsform einer "kommunikativen Gesellschaft": Wer kommt wie mit welchem Erfolg zu Wort. Prof. Dr. Jur. Karl Albrecht Schachtschneider urteilt über den kühnen Entwurf der "Realutopie" des Autors: "Seine Demokratielehre ist ebenso grundlegend wie umstürzend und notwendig. Grundlegend ist sie, weil sie auf einer elementaren Anthropologie aufbaut, nämlich der sozialen Reflexionstheorie, welche den Menschen als Menschen unter Menschen anerkennt. Umstürzend ist sie, weil sie dem Parteienstaat die Ideologie streitig macht. Sie ist notwendig, weil die Freiheit der Menschheit die Vision der Aufklärung und das Ziel aller Politik ist." Vorwort S. 1
Leserinnen und Leser können sich auf eine provozierende, nicht immer leichte, Gedankenreise gefasst machen.

Friedrich Halfmann