Staatsanwaltschaft nimmt Ex-Manager ins Visier

 Die Staatsanwaltschaft Dresden hat nach dreijährigen Ermittlungen die Anklage gegen die frühere Geschäftsführung des im Herbst 2000 pleite gegangenen Kolping-Bildungswerkes Sachsen fertiggestellt. Auf mehr als 153 Seiten werde drei ehemaligen Managern unter anderem Insolvenzverschleppung in 27 Fällen, Untreue, Betrug, vorsätzlicher Bankrott, Bilanzfälschung und Steuerhinterziehung vorgeworfen, berichtet die Sächsische Zeitung.

Für die Ermittlungen in sieben Bundesländern seien fast 40 Zeugen befragt worden, bestätigt die Staatsanwaltschaft.

Den Kolping-Managern wird vorgeworfen, schon im Herbst des Jahres 1999 die schlechte Finanzlage des Bildungswerkes gekannt zu haben. Die Krise sei aber ein Jahr lang vor den Geldgebern verschleiert worden.

FR 3.2.2004