Neue Körperschaften des öffentlichen Recht in Sachsen

Der Freistaat Sachsen hat drei weitere Religionsgemeinschaften als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt. Wie der stellvertretende Regierungssprecher Hartmut Häckel am Dienstag vor Journalisten in Dresden erklärte, sind die Baptisten, die Kirche Apostelamt Jesu Christi und der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden damit zum Einzug der Kirchensteuer und zur Befreiung von Körperschaftssteuer- Vermögens- und Grundsteuern berechtigt. Außerdem sei eine Anerkennung als Träger der Freien Jugendhilfe möglich. Die drei Gemeinschaften zählen insgesamt 10 000 Mitglieder.

Die Anträge des Altkatholischen Gemeindeverbandes und des Bundes freier evangelischer Gemeinden seien hingegen wegen zu geringer Mitgliederzahl abgelehnt worden. Hieß es. Als Voraussetzung für den Status der Körperschaft des öffentlichen rechts müssen Religionsgemeinschaften durch Tradition, Mitgliederzahlen und Verfassung einen gesicherten, dauerhaften Bestand nachweise.

Der Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts besitzen in Sachsen den Angaben zufolge bereits die evangelischen Landeskirchen, die katholischen Bistümer, der Landesverband jüdischer Gemeinden, die methodistische Kirche und einige Freikirchen.

FR 19.4.2000