Erzbistum Köln baut neues Diözesanmuseum

PEK - Das Erzbistum Köln wird den lange geplanten Neubau des Diözesanmuseums jetzt realisieren..... Die Kosten des Neubaus werden auf 66 Mio. Mark veranschlagt. Der Neubau ist voraussichtlich im Jahr 2003 fertig......

Aus den Erläuterungen des Generalvikars:

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Die Entscheidung

... auch im Kirchensteuerrat (wurde) die Frage erörtert, ob eine solche Entscheidung angesichts der Finanzschwierigkeiten, die in Zukunft sicher auf uns zukommen, zu verantworten sei. Wurden hier die richtigen Prioritäten gesetzt? Mit der Mehrheit des Kirchensteuerrates ist meine Antwort auf diese Frage ein klares Ja. 27 Jahre lang wurden die Pläne für den Neubau eines Museums zurückgestellt, und andere Neubaumaßnahmen der Kirchengemeinden und des Bistums wurden dem Musumsneubau vorgezogen. Immer wieder mußte das Museum zurücktreten. Wenn jetzt wieder eine negative Entscheidung getroffen worden wäre, hätte dies auf unabsehbare Zeit den Neubau eines Museums verhindert Notwendig ist dieser Neubau auf jeden Fall. Die derzeitige Unterbringung ist absolut unzureichend, was wir bereits seit Eröffnung dieses Museums wissen. Außerdem können die Ausgrabungen von St. Kolumban auf Dauer nicht so notdürftig gesichert bleiben wie in den letzten Jahren.

Was kostet nun der Neubau? Wir gehen von Kosten in Höhe von 66 Mio. DM aus, und es wird dafür Sorge getragen, dass dieser Kostenrahmen auch eingehalten wird. Dies ist zweifelsohne ein beachtliches Kostenvolumen. Es liegt jedoch im Rahmen vergleichbarer Museumsbauten, obgleich der archäologische Standort natürlich die Kosten beeinflußt. Die Finanzierung erfolgt aus Baurückstellungen. Wir werden das Land Nordrhein-Westfalen, vor allem auch im Blick auf den besonderen archäologischen Befund, um einen Zuschuss bitten, und ich versichere Ihnen zweierlei: Die Haushalte des Erzbistums werden in den kommenden Jahren durch den Museumsneubau in keiner Weise belastet, und das Erzbistum wird auch keine Darlehen zum Bau des Museums aufnehmen müssen.

.....Verantwortbar ist diese Ausgabe auch, wenn man sie damit vergleicht, was wir in den letzten 25 Jahren (also etwa in dem Zeitraum der Planung dieses Museumsneubaus) in anderen Bereichen aus Kirchensteuermitteln geschaffen haben. Für den Neubau und die Unterhaltung der Kirchen in unserem Erzbistum wurden in diesem Zeitraum 2 Mrd. DM ausgegeben. Für den Neubau und die Reparaturen von Pfarr- und Jugendheimen wurden 340 Mio. DM erbracht Für die laufenden Kosten der Kindergärten und für die Investitionsmaßnahmen in diesem Bereich gab das Erzbistum in dieser Zeit fast 2 Mrd. DM aus. Für die Mission und Entwicklungshilfe haben die Kölner Kirchensteuerzahler in diesen 25 Jahren ca. 1,5 Mrd. DM ausgegeben. Man muss die Ausgaben für den Museumsneubau über einen längeren Zeitraum mit den Ausgaben für andere Bereiche vergleichen. Dieser Vergleich zeigt, dass die Ausgaben für den Museumsneubau verantwortbar sind, und zeigt darüber hinaus, dass sich die Kirche traditionsgemäß auch in einer kulturtragenden Rolle weiß.

..... Ein Glücksfall ist auch der Entscheidungsprozess der letzten drei Jahre. Die drei wichtigsten Beratungsgremien des Erzbischofs, der Priesterrat, der Diözesanpastoralrat und der Kirchensteuerrat, hatten vor ihren Beratungen zunächst die Chance, das Museum und seine Pläne kennen zu lernen. ....In allen Gremien kam es zu ausführlichen, sehr intensiven und niveauvollen Aussprachen über diesen Museumsneubau, und in allen Gremien fand der Neubau eine überwältigende Mehrheit. Meines Wissens hat es in keinem Bistum bei ähnlichen diözesanen Baumaßnahmen einen so intensiven Beratungsprozess vor der Entscheidung gegeben. Dies hat Kardinal Meisner zweifellos ermutigt und bestärkt, nun die endgültige Entscheidung für den Museumsneubau zu treffen.... /

Presseamt des Erzbistums  Köln, 18.2.99 .