Geldnot durch Aktienhandel
bei der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK)

Das Osterfest wird für die BEK ... auch von angeblichen Millionenverlusten durch Aktienspekulationen zum Albtraum. Wie "Der Spiegel" berichtet, soll Kirchenschatzmeister Jürgen Albrecht Kirchensteuern in Millionenhöhe an der Börse verspekuliert haben. Das Geld, "Spiegel"-Angaben zu Folge mehrere Millionen Euro, stammt prekärerweise aus Kirchensteuern und war für die etwa 200 Millionen Euro umfassende Versorgungskasse der BEK-Mitarbeiter gedacht. Schatzmeister Albrecht, zudem bis Ende 2002 langjähriger Direktor des Bankhauses Carl F. Plump & Co., legte die Gelder risikoreich an. Sein Haus kassierte die Provisionen aus den Aktiengeschäften. Gegenüber dem "Spiegel" räumte er "gewisse Verluste" ein, ohne die genaue Höhe beziffern zu können. Alles sei auf legalem Weg erfolgt. Dennoch hat man laut "Spiegel" gegenüber den Gemeindemitgliedern die Millionenverluste bislang verheimlicht. Seitens der BEK war am Karfreitag keine Stellungnahme zu erhalten.

 Die Welt 10. April 2004