Zeitung für Katholiken Von HELMUT FRANGENBERG

26.11.2003 20:15 Uhr

KÖLN. „Einen Versuch der Erinnerung und Kommunikation“ nennt Prälat Heiner Koch, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im erzbischöflichen Generalvikariat, die neue Zeitung für das Erzbistum. Mit dem Titel „Adventszeit“ wird allen Katholiken im Erzbistum bis zum ersten Adventssonntag die fast 50 Seiten dicke Sonderausgabe der Kirchenzeitung per Post ins Haus flattern. 441 000 Euro lässt sich das Erzbistum den Postversand an die über 1,3 Millionen Haushalte kosten. Zielgruppe sind ausdrücklich die „treuen Kirchenfernen“. Sie bekommen Informationen „ihrer Kirche“ und viel Service mit Nutzwert.

„Die meisten Kirchenaustritte sind das Ergebnis langer Prozesse der Entfremdung“, sagt Koch. Dieser Entwicklung will die Kirche entgegenwirken, indem sie etwas von sich hören lässt: Besinnliches, Informatives, Praktisches und Politisches zum Advent, Geschenkideen, Basteltipps und Kochvorschläge werden mit der Darstellung der vielfältigen Aktivitäten des Erzbistums von der Telefonseelsorge über die Familienbildungsstätten bis hin zu Entwicklungshilfeprojekten verbunden....

Wenn die Themen und die Mittel stimmen, seien die Menschen ansprechbar, ist sich der Chef des Presseamtes des Bistums, Manfred Becker-Huberti, sicher. Die „Adventszeit“ soll kein einmaliges Ereignis bleiben. Wenn die Zeitung ankommt, soll sie zweimal pro Jahr erscheinen. Noch ist unklar, ob wieder ein kirchliches Fest wie Ostern oder vielleicht die Sommerferien zum Anlass für die Veröffentlichung genommen werden sollen. Die Akzeptanz des „publizistischen Events“ und die gewünschten Verbesserungsvorschläge werden von einem Meinungsforschungsinstitut ausgewertet.

(KR)