Deutsche Bank unterstützt Kirchentag

Uns ist klar, dass das ein sensibles Thema ist /
1,5 bis 2 Millionen Euro von Sponsoren

Zu den Spendern des Evangelischen Kirchentages gehört auch die Deutsch Bank, der bei früheren Kirchentagen immer wieder überzogenes Gewinnstreben vorgeworfen wurde.

"Tatsächlich ist die Deutsche Bank ein Unterstützer des Kirchentages - immer gewesen", sagte der Finanzchef des Kirchentages Bern, Baucks in Köln, wo vom 6. bis zum 10. Juni der nächste evangelische Kirchentag stattfindet. Sponsoring spiele zunehmend eine Rolle. "Uns ist klar, dass das ein sensibles Thema ist" sagte Kirchentagspräsident Reinhard Höppner, der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Möglicherweise würden nach dem Kirchentag 2007 schärfere Kriterien für die Sponsoren festgelegt.

Sponsoren des Kirchentages sind auch die Deutsche Post und der Versorger Rhein.Energie. Auf die Frage, ob der Evangelische Kirchentag auch Geld von Siemens nehme würde, sagte Braucks, er weigere sich, einzelnen Unternehmen durchzugehen. "Wir nehmen kein Geld von Firmen, die sich im Waffenhandel hervortun oder in Pornographie, und eben auch nicht, wenn ein Anspruch besteht, auf das inhaltliche Programm einzuwirken" Der Kirchentag werde an niemanden verkauft. Insgesamt kämen auch nur 1,5 bis 2 Millionen Euro von Sponsoren.

Beim letzten Kirchentag 2005 hatte Landesbischöfin Käßmann das Profistreben mancher Unternehmen kritisiert. So streiche die Deutsche Bank zwar einen "satten Gewinn" ein, entlasse aber gleichzeitig ein paar Tausende Mitarbeiter, sagte sie.

RZ  20.1.07

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Laut WAZ vom 25.Mai 2007 belaufen sich die Kosten des Ev. Kirchentages auf 14,0 Mio. Euro.
Davon tragen

3,1 Mio Euro das Land NRW
1,5 Mio Euro die Stadt Köln
0,4 Mio Euro der Bund
0,7 Mio Euro Sponsoren (zu diesen Zahlen siehe die Nachricht oben)